Anleitung zum Selbermachen

by apo__

Zeitung

Ich mach’s mir selbst – aka ich bastle  - und das zum ersten Mal seit fast 10 Jahren. Aber DYI liegt ja im Trend und ich wollte mal wieder etwas Kreatives erschaffen und dafür keinen Computer verwenden. Ich hatte auch schon lange eine Idee, aber keine Ahnung wie das umzusetzen ist (da ich ja fast nie bastle). Und dann hat Iwona vorgestern über Serviettentechnik geschrieben und mir ist eingefallen, dass meine Mutter das früher auch immer gemacht hat.

Also ab ins Bastelgeschäft und dort tollen Serviettentechnik-Bastel-Leim und einen Pinsel gekauft.

Ausgangslage war, dass mir meine Schwester vor zwei Monaten eine knallrote Umhängetasche in die Hand drückte. Sie selbst hat diese geschenkt bekommen und wollte sie nicht nutzen, da sie erstens keine Umhängetaschen trägt, zweitens die Tasche knallrot ist und drittens ein riesiger Werbeschriftzug quer über die Vorderseite verläuft.

tasche

Und da ich das kreative Kind der Familie bin, wurde ich Besitzer der Tasche. Mit den Worten: “Du magst solche Tasche ja eh, mach einfach was damit.” Ich wusste nicht was damit zu machen ist und dadurch lag die Tasche einfach herum.

Wie das mit der Idee ging, steht ja eh schon drüber. Intellektuelle Taschen wirken immer, also verwendet man statt Servietten eine Zeitung. Und man glaubt es kaum. Die Zeit eignet sich nicht nur dazu Menschen zu erschlagen, man kann damit auch Taschen verschönern.

Schnell einen Müllsack aufgeschlitzt, die Tasche darauf gelegt und erstmal die Tasche mit dem Bastelleim eingeschmiert.

Leim

Dann geht man wie ein Maniac durch die Zeitung und reißt alles in Stücke was irgendwie verklebenswertes Material sein könnte. Irgendwann musste ich dann feststellen, dass dieser Leim verdammt gut auf den Fingern klebt und die Tasche verdammt rot ist – das hat dann dazu geführt, dass ich mehrere Lagen benötigte um dieses zu verdecken und alles eine riesen Sauerei war.

fasfertig

Nach gefühlt 10 Lagen Zeitungspapier war die ganze Vorderseite der Tasche auch bedeckt und ich konnte mich zurücklehnen, die Tasche trocknen lassen und mir den Leim inklusive Druckerschwärze von den Fingern pulen. Das hat dann insgesamt länger gedauert als der Beklebeprozess.

Nach einem Tag Trocknungszeit und dem Wegschneiden der überstehenden Seiten war die Tasche dann fertig.

fertig

Und jetzt hab ich eine total intellektuelle Tasche mit ganz vielen Schlagworten drauf. UND. MIT. PFERDEN. Und so schwer war das Ganze auch gar nicht.