Komm! Gehen wir Katzen schauen.

by apo__

Bubble Tea, Frozen Yoghurt und Cupcakes sind ja schon so 2011, dass sie niemanden mehr vor die Tür locken. Also muss man sich neue Geschäftsideen einfallen lassen. Und nichts ist besser geeignet etwas über Twitter, Facebook und Online-Redaktionen zu verbreiten als Katzen.

Daher ist man letzte Woche nicht umher gekommen über den neuen, heißen Scheiß Wiens zu lesen – das Café Neko in Wien. Neko ist japanisch für Katze und der Name ist Programm. Das Café wird nämlich von freilaufenden Katzen bevölkert.

Das macht natürlich neugierig und so hab ich mir mein Stoffsackerl geschnappt und mich dort mit bigii auf einen Tee getroffen.

Das Lokal

Da die Homepage nicht wirklich informativ ist, dauert es etwas die Adresse (Blumenstockgasse 5, 1010 Wien) zu finden. Ist man dann aber dort findet man ein helles, modern wirkendes Lokal vor. Die Einrichtung ist puristisch – mit Glastischen, Holzbänken und Ledersesseln (wegen den Katzen wärs). Außerdem stehen Katzenkörbe und eine raumhohe Birke rum. Alles in allem ein netter Kontrast zu dem – im Ersten vorherrschenden – eher düsteren Wiener Kaffeehaus-Stil.

Die Speisekarte

Hier dann – zumindest für mich – die erste herbe Enttäuschung. Die Katzen stehen zwar auf der Speisekarte, man kann sie aber nicht bestellen. Als Trost würde es Vanillekätzchen (Kuchen mit Vanillefüllung in Katzenform) geben, nur die waren leider schon aus. Irgendwo hab ich gelesen, dass die Speisen extra so gewählt wurden, dass Katzen sie nicht mögen. Deshalb fand ich die Reisbällchen mit Lachs! recht witzig. Die klangen dann zwar interessant, wurden dann aber nicht bestellt.

Zu Trinken gibt es neben obligatorischen Kaffee auch Fruchtsäfte von österreichischen Bauern und eine Teeauswahlt wie zum Beispiel Japanischen Reistee (lecker, schmeckt wirklich nach Reis) oder Matcha (meiner Meinung nach ekelhaft, also wirklich ekelhaft).

Tee

Als kleines Gimmick gibt es auch noch Kurzbiographien jeder Katze zu lesen.

Die Katzen

Dann zum Wichtigsten am Lokal. Den Katzen. Diese wurde aus Tierheimen geholt und können sich unbeschwert (mit Ausnahme der Küche) im Lokal bewegen. Da kann es schon mal passieren, dass die Katzendame Momo sich als neue Sitznachbarin auf den noch freien Sessel legt oder Thomas zwischen den Füßen herumschleicht. Den Kater Moritz haben wir eher peripher tangiert, er hat sich die ganze Zeit kein einziges Mal bewegt.

Sollte es den Katzen dann doch zu viel werden haben sie mit Klettersteigen, den Heizungsrohren und einem Nebenzimmer genug Rückzugsraum zur Verfügung. Und wenn man ihnen Gutes tun will bestellt man sich Katzenkekse von der Karte.

Fazit

Ich find die Idee witzig. Den Katzen scheint die Aufmerksamkeit zu gefallen und bei Bedarf können sie sich immer noch zurückziehen. Das Lokal wirkt freundlich und einladen. Also wirklich eine Alternative wenn man im Ersten einen Kaffee trinken will.

Was definitiv verbessert gehört ist die Servicequalität. Es kann daran liegen, dass es der erste Tag war. Aber der Inhaber redet recht gerne und so kann es passieren, dass man doch länger auf seine Bestellung oder das Bezahlen warten muss.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Lokal nicht in naher Zukunft von Horden Kindern belagert wird, die die Katzen durchs Café jagen.

 

Cafe Neko
Blumenstockgasse 5
1010 Wien